Mikrowelle macht Kohlestaub zu Graphit


Nach 15 Minuten „gar“: Forscher haben einfachen Kohlestaub in der Mikrowelle zu Nano-Graphit gemacht – dem Rohmaterial für Akku-Elektroden, Schmierstoffen und Graphen. Für die Umwandlung reichen ein Häufchen Kohle, eine Kupferfolie und ein Glasbehälter mit  Argon und Wasserstoff. Das einfache und günstige Verfahren eröffnet damit neue Möglichkeiten, das begehrte Graphit aus Kohleresten zu erzeugen.

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Graphit ist ein Allerweltsmaterial – und ein begehrter Rohstoff. Denn diese weiche Kohlenstoff-Variante steckt in Bleistiften, in den Elektroden von Lithium-Ionen-Akkus und wird als Schmierstoff benötigt. Aus Graphit wird zudem das in der Elektronik und Materialforschung begehrte Graphen hergestellt. In Zukunft könnte Graphit zudem in Brennstoffzellen und als Kühlmittel in der Elektronik zum Einsatz kommen. Die Nachfrage nach dem weichen Kohlenstoffmaterial steigt weltweit an.

Zwar kommt Graphit weltweit reichlich in bestimmten Gesteinstypen vor, in Europa allerdings gibt es nur noch wenige aktive Abbaugebiete. Die künstliche Herstellung von Graphit durch Verkokung von Kohle ist ebenfalls möglich, erfordert aber Temperaturen von mehr als 3.000 Grad.

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