Ex-Verteidigungsminister: Biden soll Atomwaffen-Befugnis einschränken


Das derzeitige System gebe dem Präsidenten die „gottähnliche Macht, in nur einem Augenblick eine globale Zerstörung anzurichten“, sagte William Perry.

Berliner Zeitung

In der Debatte um die Macht des US-Präsidenten über die Atomwaffen des Landes hat der frühere Verteidigungsminister William Perry eine Reform des bisherigen Systems gefordert. Sobald der künftige US-Präsident Joe Biden vereidigt sei, sollte dieser verkünden, „seine Befugnis zur Nutzung von Atomwaffen mit einer ausgewählten Gruppe im Kongress zu teilen“, schrieb Perry in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem Politikexperten Tom Collina

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Perry und Collina nannten es „überholt, unnötig und extrem gefährlich“, dass in den Vereinigten Staaten der Präsident noch immer die alleinige Kontrolle über das Atomwaffenarsenal habe. Das derzeitige System gebe dem aktuellen Präsidenten die „gottähnliche Macht, in nur einem Augenblick eine globale Zerstörung anzurichten“. Die Autoren appellierten an Biden, öffentlich zu erklären, dass die USA niemals einen Atomkrieg starten und eine Atombombe nur im Falle eines Angriffs einsetzen würden. Perry diente von 1994 bis 1997 unter dem damaligen demokratischen Präsidenten Bill Clinton als Verteidigungsminister.

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