Menschenmassen strömen trotz Verboten zum „Schwarzen Nazarener“: Hunderte erwartet – hunderttausende gekommen


Hunderttausende Philippiner haben zum Fest des „Schwarzen Nazareners“ die Verbote von Kirchen und Behörden missachtet. Trotz Pandemie strömten sie am Samstag zur berühmten schwarzen Jesusstatue in der Kirche in Manilas Stadtteil Quiapo.

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Prozession zum Fest des Schwarzen Nazareners. Bild: wikipedia/denvie balidoy/CC BY 2.0

Fotos und Videos auf den Webseiten philippinischer Medien zeigten lange Schlangen von Gläubigen. Experten befürchten in der Folge einen massiven Anstieg der Covid-19-Fälle in Manila. „Wir werden wirklich ein Wunder brauchen, um ein Superspreader-Ereignis (…) zu stoppen“, sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums dem Nachrichtenportal PhilStar. Die Philippinen sind nach Indonesien das am zweitstärksten von Corona betroffene Land Südostasiens.

Bereits 400.000 Pilger

Die Stadtverwaltung von Manila und die Erzdiözese Manila hatten die jährlich am 9. Januar stattfindende Prozession mit der Statue des „Schwarzen Nazareners“ in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt. Trotz des Verbots waren nach Schätzungen der Polizei bereits am Morgen 400.000 Menschen nach Quiapo gekommen. Diese Zahl könnte bis zum Ende des Tages auf eine Million ansteigen, wird ein Polizeisprecher zitiert. Neben der Absage der Prozession hatte die Erzdiözese Manila zudem die Zahl der Gottesdienste in der Quiapo-Basilika auf 15 Messen mit je maximal 400 Menschen beschränkt.

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