Eine Allianz für Biodiversität


Deutschland tritt bei einem Videogipfel am Montag einer neuen globalen Naturschutzkoalition bei. Deren Ziele reichen nicht, sagen Kritiker:innen.

Andrew Müller | taz

Sandsturm in der Sahelzone in Mali: Wüstenbildung gefährdet die biologische Vielfalt Foto: imago stock&peoble

Naturschützer:innen hoffen, dass es der Auftakt zu einem guten Jahr für die Biodiversität ist: Am Montag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel beim internationalen „One Planet Summit“ über den Zusammenhang zwischen der weltweiten Pandemiegefahr und dem Verlust von Biodiversität sprechen.

Dabei wird sie per Videoschalte wohl auch Deutschlands Beitritt zur sogenannten High Ambition Coalition (HAC) verkünden. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums teilte mit, man habe dies auf Bitten des Bundeskanzler:innenamts im Vorfeld vorbereitet. „Im Ressortkreis besteht Einigkeit, dass Deutschland der Koalition beitreten wird“, sagte er.

Bei dieser neu ins Leben gerufenen „Allianz der Willigen“ handelt es sich um eine Gruppe von bislang etwa 40 Staaten, die sich für ein ambitioniertes Abkommen beim coronabedingt verschobenen Gipfel der UN-Konvention über biologische Vielfalt (CBD) einsetzt. Unter Führung von Frankreich und Costa Rica will die Koalition die Unterschutzstellung von 30 Prozent des Planeten durchsetzen. Ein solches Vorhaben treibt bereits die EU, die der HAC-Gruppe ebenfalls angehört, im Rahmen ihrer Biodiversitätsstrategie voran.

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