145 Mitarbeiter unter Tatverdacht: Ermittlungen wegen Misshandlungen von Behinderten


In einer Behinderteneinrichtung in Nordrhein-Westfalen sollen Bewohner ohne richterlichen Beschluss eingesperrt oder auf Stühlen und Matten fixiert worden sein. Teilweise wurde offenbar auch Reizgas eingesetzt.

Süddeutsche Zeitung

Die Polizei ermittelt gegen 145 Beschuldigte in einem Verfahren wegen Verdachts der Freiheitsberaubung bei Bewohnern in einer Behinderteneinrichtung im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen. Darunter sind der ehemalige Leiter eines Geschäftsbereichs, Ärzte und verantwortliche Betreuer sowie Angehörige des Pflegepersonals, wie die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke und die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitteilten.

Die Vorwürfe lauten auch auf Körperverletzung. Offenbar waren unter anderem Bewohner der Einrichtung eingeschlossen oder auf Stühlen oder Matten fixiert worden, ohne dass ein Richter dies angeordnet hatte. Dabei seien unter anderen auch Zimmer zugeschlossen oder Personen in einen sogenannten „Time-out-Raum“ abgesondert worden. In 21 Fällen sei Reizgas eingesetzt worden. Ob dies wegen einer Notwehr-Situation gerechtfertigt war, werde noch überprüft.

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