Studie untersucht Haltung zu Religion und Verschwörungsmythen


Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinde scheint vor Mythen zu schützen – Ein Problem hat aber, wer seine Religion immer im Recht sieht

Anita Hirschbeck | kathpress

Der Glaube an Verschwörungsmythen hängt einer Studie zufolge auch mit der Einstellung zur eigenen Religion zusammen. Teilnehmer einer Online-Umfrage, die hinter der Pandemie verborgene Mächte am Werk sahen, hatten eher ein exklusives Verständnis von Religion, wie die Münsteraner Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand am Montag der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärte. Das bedeutet, dass sie Aussagen wie „Meine Religion ist die einzig akzeptable“ und „Wenn sich Religion und Wissenschaft widersprechen, ist die Religion im Recht“ zustimmten. In Hillenbrands nicht-repräsentativer Untersuchung bejahten vor allem evangelikal-freikirchliche Christen diese Sätze.

Die Wissenschaftlerin lehnt die Aussage ab, dass Religiosität grundsätzlich den Glauben an Verschwörungsmythen befördere. Es gehe eher um Persönlichkeitsmerkmale, die sowohl die Haltung zu Religion als auch zu Verschwörungsmythen prägten. Das zeigten auch Ergebnisse aus anderen Untersuchungen. Menschen, die zum Beispiel schlechter mit Unsicherheiten umgehen könnten, würden „angezogen einerseits von eher fundamentalistisch-dogmatischen Glaubensrichtungen, aber auch gleichzeitig von diesen Verschwörungsmentalitäten“.

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