Die Erfindung der Ungleichheit von Frau und Mann


Religionen gelten gemeinhin als nicht besonders frauenfreundlich. Wie kam es zu der Ungleichheit von Mann und Frau innerhalb der Religionen?

Olivia Röllin | SRF

Bild: SRF

Frauen und Männer lebten in 99 Prozent der bisherigen Menschheitsgeschichte egalitär. Das zumindest wird in einem kürzlich erschienenen Buch des Evolutionsbiologen Carel van Schaik und des Historikers Kai Michel behauptet.

Entstehung der sozialen Ungleichheit

Nebst der Sesshaftwerdung des Menschen vor rund 12’000 Jahren und der Entwicklung hin zum Privateigentum, lieferte gemäss van Schaik und Michel auch der Monotheismus, also der Glaube an einen einzigen Gott, einen unrühmlichen Beitrag zur Entstehung der sozialen Ungleichheit. Van Schaik und Michel schreiben sogar: «Der Monotheismus wurde zur Katastrophe der Frauen.»

Den Autoren geht es aber nicht um krude Religionskritik. Sie wollen vielmehr nachvollziehen, wie sich aus einer damals polytheistischen Gesellschaft eine männlich dominierte Spielart der Religion – nämlich der Monotheismus – durchsetzen konnte.

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