Länger Emeritus als Papst: B16 erfindet seine Tradition


Das Pontifikat von Benedikt XVI. war eines der kürzeren. Sein Ex-Pontifikat dagegen ist das längste der Geschichte: Nun ist er länger im Ruhestand als er im Amt war. Und noch immer ist nicht klar, was ein ehemaliger Papst kann, darf und soll – und wie sich Kontroversen vermeiden lassen.

katholisch.de

Seit Montag ist Benedikt XVI. länger Altpapst als Papst. 2.873 Tage, vom 19. April 2005 bis zum 28. Februar 2013, war er Bischof von Rom – am Sonntag vor 2.873 Tagen wurde sein Rücktritt wirksam. Aus einem Provisorium ist damit fast eine Institution geworden, für die es so gut wie keinen Präzedenzfall und formal auch keine kirchenrechtlichen Regelungen gibt. Was Benedikt XVI. tut, schafft eine neue Tradition, und Papst Franziskus scheint keine Regelung für nötig zu halten – sei es aus Respekt vor seinem noch lebenden Vorgänger, sei es, weil er grundsätzlich keinen Bedarf sieht. Geäußert hat er sich dazu nicht. Vielleicht rechnet Franziskus selbst damit, recht bald durch eigenes Beispiel diese Tradition mitzugestalten, hatte er doch zunächst für sich selbst nur ein kurzes Pontifikat angekündigt.

weiterlesen