Söders Wunderwaffe FFP2


Bayerns neue Maskenpflicht wirft viele Fragen auf. Nicht nur, ob Bartträger dort künftig nicht mehr in den Supermarkt gehen dürfen.

Dominik Baur | taz

Supermarkt- und ÖPNV-Verbot für Bartträger in Bayern? Neue FFP2-Masken-Pflicht wirft Fragen auf Foto: Arnulf Hettrich/imago

FFP2-Masken sind ja eigentlich eine feine Sache. Während eine Alltagsmaske in erster Linie die Umgebung schütze, schützten FFP2-Masken auch den Träger selbst vor dem Coronavirus, heißt es. Um daher den Schutz an den Orten zu vergrößern, wo noch immer viele Menschen in geschlossenen Orten ohne Möglichkeiten der Nachverfolgung aufeinandertreffen, hat die bayerische Regierung nun eine FFP2-Masken-Pflicht eingeführt. Sie gilt ab kommenden Montag beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Eine Maßnahme, die Fragen aufwirft und für Skepsis und vor allem Forderungen sorgt.

Eine Forderung, die umgehend von Opposition, Koalitionspartner und Wohlfahrtsverbänden geäußert wurde, war die nach der sozialen Abfederung. Schließlich sind FFP2-Masken nicht billig und sollten eigentlich nur einmal getragen werden. So warnten etwa Diakonie und Caritas, die Leidtragenden könnten mal wieder Bedürftige sein.

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