Tropische Fledermaus verfällt bei Hitze in schützende Starre


Wie die Universität Hamburg berichtet, hat eine tropische Fledermausart eine besondere Überlebensstrategie dafür adaptiert, um mit den steigenden Temperaturen fertigzuwerden. Die Spezies Macronycteris commersoni verfällt dann für einige Minuten oder auch Stunden in einen besonderen Zustand, Torpor genannt.

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Wenn die Hitze allzu stark drückt, verfällt diese Fledermaus in Torpor. Foto: UHH/Reher

Torpor ähnelt dem Winterschlaf in dem Sinne, dass die Stoffwechselrate auf das überlebensnotwendige Minimum gesenkt wird. Es ist aber eine flexiblere Maßnahme als Winterschlaf: Sie kann jederzeit und ohne vorhergehende Vorbereitungen (etwa das Anfressen eines Fettpolsters) eingelegt werden, hält aber auch nur wesentlich kürzer an. Und auch das Anwendungsgebiet ist breiter gefächert: Verschiedene Säugetier- und Vogelarten reagieren damit normalerweise auf Kälte, Nahrungsmangel oder Trockenheit. Dass auch Hitze Torpor auslösen kann, ist etwas Neues. Das Phänomen ist auch von der gefährlichen Hitzestarre zu unterscheiden, die wechselwarme Tiere wie Reptilien ereilt, wenn es zu heiß wird.

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