Bakterien entwickeln Toleranz gegen Kupfer


Kupfer gilt als natürliches Desinfektionsmittel, das unter normalen Umständen zuverlässig schädliche Keime abtötet. Daher werden beispielsweise die Türklinken in Krankenhäuser oft mit dem Edelmetall beschichtet. Nun aber haben Forscher nachgewiesen, dass Bakterien, darunter auch der multiresistente Krankenhauskeim MRSA, unter bestimmten Bedingungen Mutationen entwickeln können, die ihnen ermöglichen, auf der antimikrobiellen Oberfläche zu überleben. Für Krankenhäuser bedeutet das: Regelmäßige zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen sind notwendig, um solchen Mutationen vorzubeugen.

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Auf Kupferoberflächen halten sich Bakterien normalerweise nicht lange. (Bild: FactoryTh/ iStock)

Bakterielle Infektionen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt. Viele krankheitserregende Bakterien haben in den vergangenen Jahrzehnten jedoch immer stärkere Resistenzen gegen gängige Medikamente entwickelt. Besonders gefürchtet sind sogenannte multiresistente Bakterien, die sich mit den meisten Antibiotika überhaupt nicht mehr bekämpfen lassen. Dazu zählt zum Beispiel der Keim Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA), der für viele langwierige Krankenhausinfektionen verantwortlich ist. Als eine wirksame Maßnahme gegen die Ausbreitung solcher Bakterien gelten Kupferoberflächen, zum Beispiel bei Türklinken. Durch ihre antimikrobiellen Eigenschaften verhindern sie, dass Bakterien darauf überleben und bei der nächsten Berührung weitergegeben werden.

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