Parteigründung via Livestream – Polizei löst auch zweites Treffen auf


An zwei Abenden in Folge versuchten Corona-Verharmloser in einer Berliner Bar eine Partei zu gründen. Mit dabei: die bekannte Hutmacherin Rike Feurstein.

Julius Geiler, Jette Wiese, Sebastian Leber | DER TAGESSPIEGEL

Die Polizei unterbrach die Veranstaltung, weil weder Abstandsregeln noch Maskenpflicht eingehalten wurden.Foto: Screenshot Livestream TSP

Die Treffen waren skurril, beide Versuche scheiterten kläglich. In einer Bar im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg trafen sich am Donnerstagabend 28 Corona-Verharmloser:innen, um eine Partei zu gründen. Auch am Freitag kamen sie wieder zusammen, doch da war das Schauspiel noch schneller beendet.

Die Veranstaltung am Donnerstag wurde im Livestream bei Youtube übertragen. Selbst als die Berliner Polizei anrückte und die Veranstaltung auflösen wollte, lief die Kamera weiter. Die Polizei war gegen 20.10 Uhr von anonymen Hinweisgebern auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht worden, hieß es in einer Mitteilung von Freitag.

Die Teilnehmenden trugen größtenteils keine Masken, die Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. Nach knapp zwei Stunden betraten Einsatzkräfte der Polizei den Kneipenraum und beendeten die Versammlung. Daraufhin kam es erst zu Diskussionen mit den Polizeibeamt:innen, die auch im Livestream zu sehen waren.

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