Waldarbeiter finden Erdbunker mit Hinterlassenschaften der RAF


Die Terrorgruppe hatte sich 1998 aufgelöst. Mehr als 20 Jahre später taucht nun ein Fass mit Dokumenten und Flüssigkeiten auf, das die Terroristen wohl vor Jahrzehnten dort vergraben haben.

Süddeutsche Zeitung

In einem Wald bei Seevetal in Niedersachsen ist ein Erddepot entdeckt worden, in dem sich möglicherweise Hinterlassenschaften der Roten Armee Fraktion (RAF) befinden. In einem vergrabenen Kunststoff-Fass wurden unter anderem Schriftstücke aus den achtziger Jahren und Behältnisse mit zunächst unbekannten Flüssigkeiten sichergestellt, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Samstag mitteilte. Waffen wurden nicht gefunden.

Nach erster Bewertung des Schriftmaterials sei ein Bezug zur RAF nicht auszuschließen, hieß es. Die Terrorgruppe war Anfang der siebziger Jahre aus der sich teilweise radikalisierenden 68er-Bewegung hervorgegangen. Die Terroristen verübten Anschläge auf militärische Einrichtungen, Wirtschaftsfunktionäre und auf Spitzenpolitiker, anfangs politisch motiviert, später allein mit dem Ziel, andere, bereits inhaftierte Terroristen freizupressen.

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