2020: 1.000 Tote durch Polizeischüsse in den USA


Eine der Aufgaben, vor denen Joe Biden als US-Präsident steht, ist der Kampf gegen Polizeigewalt. In den Sicherheitskräften grassiert der Rassismus.

DER TAGESSPIEGEL

Ob Joe Biden in seiner Präsidentschaft viel ausrichten kann gegen die Polizeigewalt im Land? Nach dem polizeifreundlichen Donald Trump sehen Bürgerrechtler Nachholbedarf. Die „Black Lives Matter“-Mitbegründerin Alicia Garza verlangte in der Wochenzeitung „The Nation“, Biden solle einen „Notstand“ erklären, um Polizeireformen zügig durchzusetzen.

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt erhalten immer mehr Zulauf, „Black Lives Matter“ ist zu einer der größten Bürgerrechtsbewegungen der US-Geschichte geworden.

Die Zahl der tödlichen Polizeischüsse aber geht nicht zurück. Im Jahr 2020 sind laut der Datenbank der Zeitung „Washington Post“ 1000 Menschen von Polizisten erschossen worden, fast genauso viele wie 2015 (994). Schwarze werden gemessen am Bevölkerungsanteil mehr als doppelt so oft getötet wie Weiße. Für weltweites Entsetzen sorgte im vergangenen Jahr der auf Video dokumentierte Tod des Afroamerikaners George Floyd.

weiterlesen