Islamforscherin Krämer: Islamische Politik ist legal und legitim


Die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer wendet sich gegen eine Kriminalisierung des sogenannten politischen Islams. Solange die Gesetze eingehalten werden, müsse politische Betätigung auf islamischer Grundlage erlaubt sein, so Krämer.

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Bestrebungen, wie es sie in Österreich gab, einen eigenen Straftatbestand „politischer Islam“ einzuführen, bezeichnete sie in einem am Sonntag von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ online veröffentlichten Interview als „abwegig“ und als „Politikmache“, solange nicht präzise definiert werde, was unter „politischem Islam“ zu verstehen sei. „Prinzipiell ist ja schon das Einbringen islamischer Argumente beispielsweise beim Umweltschutz oder bei der Waffenproliferation politisch.“

Die Verwendung des Begriffs „politischer Islam“ als Bezeichnung für demokratiegefährdende Aktivitäten von Muslimen wird immer wieder kritisiert. Krämer sagte, sie halten den Begriff grundsätzlich für hilfreich und berechtigt, und zwar „immer dann, wenn man deutlich machen möchte, dass nicht vom ‚Islam an sich‘ im Sinn einer religiös-kulturellen Orientierung die Rede ist, sondern der Islam als politische Kraft verstanden wird und in die Politik eingebracht werden soll“.

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