Britische Fischer gegen „Brexit-Gemetzel“


Seit dem Brexit sind die bürokratischen Hürden für die Ausfuhr von Fisch aus Großbritannien in die EU hoch. Dagegen haben nun britische Fischer protestiert. Sie werfen der Regierung Inkompetenz und eine Zerstörung der Branche vor.

tagesschau.de

„Inkompetente Regierung zerstört die Meeresfrüchte-Industrie“. | Bildquelle: AP

Britische Fischer haben im Londoner Regierungsviertel gegen eine ausufernde Export-Bürokratie im Zuge des Brexit protestiert. Dazu parkten sie mehr als 20 Lieferwagen für Meeresfrüchte mit Protestparolen wie „Brexit-Gemetzel“ nahe des Amtsitzes von Premierminister Boris Johnson in der Downing Street und des britischen Parlaments.

Die Fischer fordern ein besser funktionierendes System und beklagen einen Mangel an zuständigen Zollbeamten auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Außerdem warfen sie der Regierung Inkompetenz und eine Zerstörung der Branche vor.

400 Seiten Exportdokumente

Es herrsche die Angst vor, dass das System zusammenbrechen könnte, sagte Gary Hodgson vom Krabben-Exportverband Venture Seafoods. Viele Fischergemeinden hätten für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt, aber keiner habe mit solchen Einschränkungen durch die neue Bürokratie gerechnet. So habe eine Exporteur zuletzt 400 Seiten Exportdokumente für einen Fährtransport in die EU benötigt.

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