Gentherapie lässt gelähmte Mäuse wieder laufen

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Hoffnung für Gelähmte: Eine Gentherapie hat Mäuse mit durchtrenntem Rückenmark wieder zum Laufen gebracht. Möglich wurde dies durch einen speziell entwickelten Botenstoff, der das Wachstum der Nervenfortsätze im Stammhirn und Rückenmark aktivierte. Nach wenigen Wochen begannen die Mäuse wieder zu laufen. Ob diese Therapie auch bei länger zurückliegenden Rückenmarksschäden und beim Menschen funktioniert, muss aber noch untersucht werden.

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Im Gegensatz zu den plastischen Neuronenverbindungen im Gehirn wachsen die ins Rückenmark reichenden Nervenbahnen nicht von selbst nach. ©libre de droit/ iStock

Wenn das Rückenmark durch einen Unfall durchtrennt oder schwer geschädigt wird, ist dies normalerweise irreparabel – eine Querschnittslähmung ist die Folge. Denn anders als andere Gewebe wachsen die Nervenfortsätze (Axone) des Zentralnervensystems nicht nach. Allerdings gibt es erste Ansätze, diese Wachstumsblockade zu umgehen, unter anderem durch die Injektion von Stammzellen, durch eine elektrodengestützte Überbrückung oder auch durch eine Kombination aus Elektrostimulation und Training, die das Wachstum von „Umleitungen“ anregen sollen.

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