Klimawandel verschiebt Tropengürtel – aber nicht überall gleich


Gegenläufige Verschiebung: Der regenreiche Tropengürtel ist schon jetzt breiter geworden. Doch mit anhaltendem Klimawandel könnte er sich auch verlagern – je nach Hemisphäre in verschiedene Richtungen, wie nun Klimasimulationen nahelegen. Demnach wandert der Tropengürtel in Ostafrika und Asien nach Norden, über dem Atlantik und Amerika aber nach Süden. Das könnte erhebliche Klimafolgen nach sich ziehen, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“.

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Die innertropische Konvergenzzone ist hier als wolkenreiches Band entlang des Äquators zu erkennen. Sie spielt als Regenbringer der Tropen eine entscheidende Rolle. ©NOAA/NASA GOES

Feuchte, warme Luft, viele Unwetter und täglich heftige Platzregen: Für den Tropengürtel unseres Planeten ist dieses Wetter typisch. Denn die Luftströmungen in dieser innertropischen Konvergenzzone (ITC) lassen warme Luft in Äquatornähe aufsteigen, wodurch Quellwolken entstehen. Diese regnen ab und die nunmehr kühle, trockenere Luft strömt dann in der Höhe nach Norden und Süden ab.

Schon länger ist bekannt, dass die Lage der Konvergenzzone im Verlauf der Jahreszeiten leicht variiert, zudem deuten Messungen darauf hin, dass der Tropengürtel durch den Klimawandel schon jetzt um rund 60 Kilometer pro Jahrzehnt breiter wird.

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