Diakonische Stiftung Wittekindshof: Behindertenbeauftragte fordert „lückenlose Aufklärung“


Die Beauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Claudia Middendorf, fordert „eine zügige und lückenlose Aufklärung“ zu möglichen Misshandlungen in der diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Sollten sich die Vorwürfe gegen die beschuldigten Beschäftigten bewahrheiten, müssen schnellstmöglich Konsequenzen gezogen werden, sagte Middendorf am Dienstag in Düsseldorf.

evangelisch.de

. „Ein Verhalten, wie es den Beschuldigten aktuell zur Last gelegt wird, ist nicht tolerabel und verurteile ich aufs Schärfste“, betonte sie. Am Mittwoch will sich die Landesregierung in einem mündlichen Bericht im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags zu den Vorfällen äußern.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen 145 Beschuldigte des Wittekindshofs – darunter auch den ehemaligen Leiter eines Geschäftsbereichs. Ihnen wird Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bei den freiheitsentziehenden Zwangsmaßnahmen handelt es sich unter anderem um das Einschließen von Bewohnern in Zimmern sowie ein Fixieren von behinderten Menschen, ohne dass ein richterlicher Beschluss vorgelegen hätte.

weiterlesen