Lungenfisch-Genom: Einblicke in den Landgang


Ein lebendes Fossil hat sein Erbgut preisgegeben: Das Genom des Lungenfischs gibt Einblicke in die evolutionären Innovationen, die vor rund 420 Millionen Jahren den Landgang der Wirbeltiere ermöglichten, berichten Forscher. Durch viele sich wiederholende DNA-Sequenzen handelt es sich um das bislang größte sequenzierte Tiergenom. Die Analysen bestätigten, dass der skurrile Australier unser nächster lebender Verwandter bei den Fischen ist. Die Forscher konnten auch genetische Merkmale beim Lungenfisch identifizieren, die bei Landwirbeltieren mit der Entwicklung von Gliedmaßen und der Lunge verbunden sind.

wissenschaft.de

Der Australische Lungenfisch ist der nächste lebende Verwandte des Menschen bei den Fischen. (Bild: Pixabay)

Sie krochen aus dem Wasser und begründeten eine Entwicklung, aus der letztlich auch wir hervorgegangen sind: Im Zeitalter des Devon begannen die ersten Wirbeltiere das Land zu erobern. Die zunächst fischartigen Wesen entwickelten dazu Lungen zur Atmung von Luft sowie kräftige Flossen, mit denen sie sich auf festem Untergrund bewegen konnten. Diese Pioniere bildeten die Urahnen aller heutigen Landwirbeltiere – von den Amphibien über die Reptilien bis hin zu den Vögeln und Säugetieren. Diese Ahnen selbst sind längst ausgestorben – doch man geht davon aus, dass die heutigen Lungenfische noch immer den Fischen ähneln, die das Wasser einst verließen. Vor allem der Australische Lungenfisch (Neoceratodus forsteri) besitzt neben seinen Fischmerkmalen auch deutliche Eigenschaften der Landwirbeltiere.

weiterlesen