Warenverkehr mit Großbritannien: Spediteure ziehen die Notbremse


Die in letzter Minute erzielte Brexit-Einigung sorgt für empfindliche Störungen im Warenverkehr zwischen Großbritannien und der EU. Erste Spediteure nehmen vorerst keine Sendungen mehr an.

Lothar Gries | tagesschau.de

Keine zwei Wochen nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU werden die Folgen dieser Entscheidung zunehmend zur Belastung für den Handel. Der Warenverkehr zwischen der Insel und dem europäischen Festland ist gestört.

Einige Transportunternehmen wie der deutsche Spediteur DB Schenker nehmen bis auf Weiteres keine Sendungen für den Verkehr zwischen der Insel und der Europäischen Union an. „Wir haben unsere Kunden am vergangenen Mittwoch informiert, dass wir für den Stückgutverkehr von und nach Großbritannien keine Sendungen mehr annehmen“, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber tagesschau.de.

Meist fehlen die nötigen Zollpapiere

Grund sei, dass in 90 Prozent der Fälle die notwendigen Zollpapiere fehlten und dies zusätzlichen Aufwand bedeute. Dabei habe das Transportvolumen noch gar nicht das Volumen aus dem Vorjahr erreicht. Wie lange diese Unterbrechung andauere, lasse sich derzeit nicht sagen, so der Sprecher.

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