Begriff „Migrationshintergrund“ soll weg


Der Begriff „Migrationshintergrund“ wird auch in vielen amtlichen Statistiken verwendet. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission empfiehlt nun, diesen Begriff nicht mehr zu nutzen – und macht Alternativvorschläge.

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Ein junger Mann aus Afghanistan, der eine Ausbildung in einem Betrieb in Sachsen macht | Bildquelle: dpa

Die Fachkommission Integrationsfähigkeit empfiehlt, den Begriff „Migrationshintergrund“ künftig nicht mehr zu verwenden. Stattdessen schlägt die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission vor, von „Eingewanderten und ihren (direkten) Nachkommen“ zu sprechen.

Die Kommissionsvorsitzende Derya Caglar erläuterte, sie sei damit die Tochter von Eingewanderten, aber ihre Kinder seien „nur noch Deutsche“. Die SPD-Politikerin ist auch Mitglied des Abgeordnetenhauses in Berlin.

Widmann-Mauz: Lässt sich nicht über Nacht ersetzen

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz sagte, der Begriff „Migrationshintergrund“ sei vor etwa 15 Jahren in die Statistik eingeführt worden und umfasse viele unterschiedliche Gruppen. Viele der 21 Millionen betroffenen Menschen fühlten sich dadurch nicht abgebildet. Es sei, „als stünde dieser Hintergrund immer im Vordergrund“. Der Begriff werde zwar nicht über Nacht ersetzt werden können, aber es sei eine Aufgabe für die Zukunft.

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