Betrugsvorwurf: Suspendierter Pastor vor Gericht


Bücher, Spielzeug oder Gartengeräte: Ein Schaden von mehr als 50.000 Euro für fingierte Quittungen wird einem evangelischen Pastor zu Last gelegt. Darüber verhandelt jetzt das Landgericht Hildesheim.

evangelisch.de

Auftakt im Prozess gegen einen suspendierten Pastor vor dem Hildesheimer Landgericht: Der 61-jährige Theologe muss sich in 163 Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung verantworten. Ihm wird zur Last gelegt, er habe sich fingierte Quittungen und Rechnungen vom Kirchenamt Hildesheim erstatten lassen. Zu Beginn der Hauptverhandlung verlas die Staatsanwältin über zwei Stunden die Anklageschrift. Danach beläuft sich der Schaden auf 52.327,05 Euro. Einen Teil dieser Summe in Höhe von rund 10.000 Euro soll der evangelische Pastor bereits zurückgezahlt haben. (AZ: 20 KLs 12 Js 18186/17)

Der Prozess wird am Freitag (22. Januar) fortgesetzt. Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Hans Holtermann, kündigte an, dass sich sein Mandant dann ausführlich zu den Vorwürfen äußern werde. Die Fälle sollen sich laut Staatsanwältin zwischen September 2012 und Dezember 2016 ereignet haben. Der Mann war während dieser Zeit Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Eime bei Hildesheim. Ihm wird vorgeworfen, er habe sich eine dauerhafte zusätzliche Einnahmequelle verschaffen wollen. Für den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betruges in Tateinheit mit gewerbsmäßiger Urkundenfälschung sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.