Britische Corona-Mutation: AstraZeneca prüft Umbau des Impfstoffs

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Die Universität Oxford hat dem Telegraph bestätigt, dass sie gerade die Durchführbarkeit einer Anpassung des von ihr und AstraZeneca entwickelten Sars-CoV-2-Impfstoffs AZD1222 an die britische, die südafrikanische und die brasilianische Mutation prüft. Bis jetzt ist unklar, inwieweit eine Impfung mit AZD1222 auch vor diesen Mutationen schützt.

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

mRNA-Vakzin vs. Vektor-Vakzin

Das BioNTech-Serum BNT162b2 ist einer gestern veröffentlichten Studie mit einer künstlich hergestellten Version der britischen Sars-CoV-2-Mutation B.1.1.7 dazu in der Lage. BNT162b2 ist ein mRNA-Serum, das seinem Erfinder Uğur Şahin zufolge mit 1270 genutzten Aminosäuren „so viele Andockstellen [nutzt], dass [auch ein] „etwas stärker mutiertes […] Virus schwer entkommen kann“ (vgl. BioNTech-Chef „zuversichtlich“, dass sein Serum auch gegen britische Corona-Mutation hilft).

AZD1222, mit dem in Großbritannien bereits geimpft wird und für den AstraZeneca am 12. Januar eine Zulassung in der EU beantragte, ist kein mRNA, sondern ein Vektorvirenimpfstoff auf Basis eines Adenovirus. Dass muss nicht heißen, dass er nicht gegen B.1.1.7 wirkt. Es heißt aber, dass die Aussage der neuen Biotech-Studie auf ihn nicht ohne weiteres übertragbar ist.

Hinsichtlich der Übertragung von Viren durch Geimpfte liefert AZD1222 einen so genannten „Teilschutz“: Dabei werden Ansteckungen wegen des ausbleibenden Krankheitsausbruchs bei Geimpften zwar reduziert, aber nicht komplett unterbunden. BNT162b2 schaffte dagegen im Tierversuch einen weitergehenden Übertragungsstopp, wie der Pfizer-CEO Albert Bourla letzte Woche dem irischen Journal verriet.

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