Goebbels-Vergleich: „Kölner Hilfsapostel Puff zündelt an der Pressefreiheit“


Für den Deutschen Journalisten-Verband zündeln jüngste Äußerungen des Kölner Weihbischofs Ansgar Puff an der Pressefreiheit. Puff sieht auch die Katholische Kirche als Opfer von „Fake News“. In diesem Zusammenhang zitierte der Geistliche Joseph Goebbels und Donald Trump.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff hat eine Kontroverse ausgelöst. (Screenshot / domradio.de)

Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff hat „Fake News“ auch in der Berichterstattung über die katholische Kirche beklagt.
Wiederholungen machten eine Aussage nicht automatisch wahr. Das gelte auch für die Berichterstattung über angebliches Fehlverhalten von Bischöfen, betonte Puff in seiner Videokolumne „Tagesimpuls“ auf dem Portal „domradio.de“.

Goebbels und Trump bemüht

Der Weihbischof bemühte zur Untermauerung das NS-Propagandaminister Joseph Goebbels zugeschriebene Zitat: „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie auch geglaubt.“ Eine Analogie stellte Puff zur Situation in den USA her und den öffentlichen Lügen des früheren Präsidenten Trump. So sei es zu dem Sturm auf das Kapitol mit fünf Toten und zu einer tief gespaltenen amerikanischen Gesellschaft gekommen, meinte Puff.

DJV: „Zündeln an der Pressefreiheit“

Für den Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands, Frank Überall, erweckt der Weihbischof mit seinen Ausführungen den Eindruck, dass er nicht etwa Meinungsäußerungen in Sozialen Netzwerken meint, sondern die legitime Berichterstattung professioneller Medien. Diese in eine Linie Trump und Goebbels zu stellen, sei ein Angriff auf die professionellen Journalistinnen und Journalisten in Deutschland, sagte Überall dem Deutschlandfunk. Dass über den problematischen Umgang mit dem Missbrauchs-Skandal im Kölner Erzbistum wiederholt berichtet werden muss, liege vor allem an der Informationspolitik der Kirche selbst.

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