Drei französische Islamverbände wollen Charta nicht unterzeichnen: Text stelle Beleidigung dar


Drei Mitgliederverbände des französischen Islamrates weigern sich, den gemeinsamen Text für eine „Grundsatz-Charta“ der Prinzipien für den Islam in Frankreich zu unterzeichnen. Der Text habe einen „anklagenden und marginalisierenden Charakter“.

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Zwei der drei Mitgliederverbände – das Koordinierungskomitee der türkischen Muslime in Frankreich (CCMTF) und Milli Görüs – seien mit der Türkei und der dritte – „Glaube and Praxis“ – mit der pietistischen Tabligh-Bewegung verbunden, berichtet die Zeitung „La Croix“ (online Donnerstag). Insgesamt seien acht Verbände des Rats an dem Projekt beteiligt.

Stecken politische Gründe hinter Ablehnung?

„Wir glauben, dass bestimmte Passagen und Formulierungen (…) die Vertrauensbeziehungen zwischen den Muslimen Frankreichs und der Nation schwächen werden“, wird aus einer Pressemitteilung der ablehnenden Verbände zitiert. Der Text habe einen „anklagenden und marginalisierenden Charakter“ und stelle eine Beleidigung dar. „Als französische Staatsbürger sind wir ohnehin verpflichtet, die republikanischen Werte zu respektieren“, zitiert die Zeitung weiter.

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