Homophobie: US-Bischöfe üben Kritik an Dekret zu LGBTQ-Diskriminierungsverbot


Im Juni hatte das oberste Gericht der USA ein Urteil gesprochen, das Angehörige der LGBTQ-Community vor Diskriminierung am Arbeitsplatz schützen soll. Nun hat Präsident Biden den Richterspruch umgesetzt – die Kritik der Bischöfe folgte prompt.

katholisch.de

Ein von US-Präsident Joe Biden unterzeichnetes Dekret sorgt für Kritik bei den Bischöfen des Landes. Der Erlass „zur Verhütung und Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung“ habe möglicherweise negative Auswirkungen auf die Religionsfreiheit, heißt es in einer am Samstag auf der Homepage der US-Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung. Das Dekret verletzte die Rechte jener, die an die Unterschiede zwischen den Geschlechtern glaubten „oder die Institution einer lebenslangen Ehe zwischen einem Mann und einer Frau aufrechterhalten“, so die Bischöfe.

Biden hatte den Erlass am Mittwoch an seinem ersten Tag im Amt unterzeichnet. Er bezieht sich darin auf ein Urteil des obersten US-Gerichts vom vergangenen Jahr. Der Supreme Court hatte in dem Verfahren „Bostock v. Clayton County“ lesbischen, schwulen, trans- und bisexuellen sowie sexuell anders orientierten Arbeitnehmern einen vollen Schutz vor Diskriminierung zugesprochen. So dürften Arbeitgeber keine Kündigungen gegenüber Homosexuellen oder Transpersonen wegen ihrer geschlechtlichen Identität aussprechen.

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