Kein Impfstoffmangel: Israel wird problemlos aus EU versorgt


In der EU stockt der Impf-Zeitplan, da es bei den Herstellern Lieferengpässe gibt. Israel hat hingegen keine Probleme – obwohl es auch aus der EU versorgt wird.

Ralph Sina, Dominik Lauck | tagesschau.de

Eine Corona-Impfung in Jerusalem. | Bildquelle: ABIR SULTAN/EPA-EFE/Shutterstock

Der Unmut ist groß in der Europäischen Union angesichts der Lieferengpässe großer Hersteller. Nach BioNTech/Pfizer liefert nun auch AstraZeneca weniger Corona-Impfstoff an die EU-Staaten. Doch ein Land merkt von diesen Problemen überhaupt nichts – obwohl es ebenfalls aus Europa beliefert wird: Israel hat aktuell sogar mehr Impfstoff zur Verfügung, als verimpft werden kann.

Rückblende: 9. Dezember 2020. Eine gelbe Frachtmaschine mit dem roten DHL- Schriftzug startet in Brüssel. Ziel: der Flughafen Ben Gurion in Israel. An Bord: rund 4000 Dosen des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer, deren Kernsubstanz in den deutschen BioNTech-Werken in Mainz und Idar-Oberstein produziert und anschließend im belgischen Pfizer-Werk in Puurs bei Antwerpen gereinigt, stabilisiert und abgefüllt wird.

Die Lager in Israel sind voll mit Impfstoff

Israel werde größtenteils mit Impfstoff aus den Werken in Deutschland und Belgien versorgt, sagte ein BioNTech-Kenner dem ARD-Studio Brüssel. Das Mainzer Unternehmen selbst will das nicht bestätigen: Dazu gebe es „keine Antwort“, teilte BioNTech auf Anfrage von tagesschau.de mit.

Nachschubschwierigkeiten gibt es in Israel bisher nicht. Im Gegenteil: Aktuell sind die Lager in Israel mit BioNTech-Impfstoff so voll, dass der Impfstoff von Moderna noch gar nicht verimpft wird, obwohl er schon seit dem 5. Januar zugelassen ist, berichtet ARD-Korrespondent Tim Aßmann.

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