Höhere Kosten, längeres Warten: Der Brexit kommt bei den Briten an


Der Brexit führt im Warenaustausch zu zusätzlicher Bürokratie und Mehrkosten. Für London ein „schwieriges Problem“, neue Gespräche mit der EU stehen im Raum

Sebastian Borger | DERSTANDARD

Seit dem Brexit spießt es sich im Warenaustausch mit der EU. Die Auswirkungen kommen nun auch bei den Konsumenten an. Foto: AFP

Drei Wochen nach dem Ausscheiden aus dem EU-Binnenmarkt macht sich der Brexit zunehmend bemerkbar. Trotz des in letzter Minute abgeschlossenen Abkommens zwischen der EU und ihrem ausgetretenen Ex-Mitglied beklagen Handelsunternehmen auf beiden Seiten eine Vielzahl neuer Hindernisse und Gebühren. Warenpakete stecken wochenlang beim Zoll fest, Trucker müssen Leerfahrten absolvieren. Der schottischen Fischindustrie verdirbt die frische Ware im Labyrinth neuer Vorschriften, prominente Musiker laufen Sturm gegen neue Visabedingungen.

Die Skepsis von Wirtschaftsverbänden nach der Bekanntgabe der Vereinbarung vom Heiligen Abend stellt sich als weitsichtig heraus. Viele Pressemitteilungen enthielten einen „Seufzer der Erleichterung“, dem der langjährige Geschäftsführer der deutsch-britischen Handelskammer, Ulrich Hoppe, hinzufügte: „Es bleibt aber ein Seufzer, denn der Handel über den Kanal wird so oder so schwieriger und teurer.“

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