Wie Trumps Vize versucht, seinen Ruf zu retten


Mike Pence gibt sich neuerdings geläutert. Aber nichts wird vergessen werden. Er war der 48. Vizepräsident der Uneinigen Staaten von Amerika. Ein Kommentar.

Stephan-Andreas Casdorff | DER TAGESSPIEGEL

Der ehemalige Vizepräsident der USA, Mike Pence, bei Bidens Amteinsführung.Foto: AFP

War das ein Tag. Einer, der nachwirkt, jetzt und später. Er lächelt, er tauscht Grüße aus mit ehemaligen demokratischen Präsidenten, er neigt sein silberweiß leuchtendes Haupt leicht, als der neue Präsident kommt. Mit seiner Nachfolgerin im Amt geht er respektvoll um.

Wer? Michael Richard „Mike“ Pence, der Vizepräsident unter dem denkwürdigen 45. Präsidenten der USA. Dessen Name dem Vergessen anheim gegeben werden soll, weil er in die Geschichte eingehen wird als der, der zum Sturm auf die Bastion der Demokratie anstachelte, aufs Kapitol.

Und, Ironie der Geschichte, auf Mike Pence. Der nämlich hatte sich zuvor ermannt, nach den Jahren buchstäblich unter dem Wildgewordenen, also sich unterordnend, die Bestätigung der Wahl Joe Bidens nicht zu verhindern: Bevor Pence als Vizepräsident die gemeinsame Sitzung im Kongress eröffnet, erinnert er an seinen Eid auf die Verfassung „so wahr mir Gott helfe“.

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