Homöopathischer Corona-Impfersatz aus der Apotheke


Die Metatron-Apotheke in Wien Meidling bewirbt eine „Covid Pfizer/BionTech Impfstoffnosode“. Sie ist nichts von den dreien

Christian Kreil | DERSTANDARD

Ich will ja kein „Impfvordrängler“ sein, aber über diesen Eingang im Postfach ist man dann doch froh: Die frohe Botschaft einer „Covid Pfizer/BionTech Impfstoffnosode“ gelangt via Newsletter der Metatron-Apotheke in Wien Meidling zu mir. Das Mittelchen ist ab der Potenz C 30 erhältlich. Das beste aus zwei Welten. Hier die Welt der smarten Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech und dort die natürliche Welt der homöopathischen Verdünnung. Kompetenz und Sanftheit, vereint und als zarter Hauch auf Zuckerkügelchen aufgetragen. 

Nur ein Schelm denkt Böses

Nosoden sind eine Spielart der Homöopathie. Dabei wird pathologisches Material aus Blut, Eiter, Krankheitserregern oder Krebszellen verdünnt – und zwar so weit, dass von der Substanz nichts mehr vorhanden ist. Die  Verdünnung ist – denkt man an die Ausgangsstoffe – das beruhigende an der Sache mit den Nosoden. Das beunruhigende: Die wirkstofffreien und wirkungslosen Mittel werden als Arznei angeboten. Die Apotheke stellt mit der Bezeichnung „Impstoffnosode“ und mit Verweis auf die Impfstoffhersteller Pfizer und BionTech eine Alternative für eine Impfung zumindest in den Raum, denkt sich der Schelm.

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