Kölner Diözesanrat verweigert weitere Zusammenarbeit mit Woelki


Mit einem sehr ungewöhnlichen Schritt kündigen die Vertreter von Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki vorläufig die Gefolgschaft auf: Der Diözesanrat begründet das mit der ungeklärten Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum.

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Laut einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ (Freitag) setzt der Diözesanrat im Erzbistum Köln seine Mitwirkung am von Kardinal Rainer Woelki initiierten Reformprojekt „Pastoraler Zukunftsweg“ aus. Aufgrund der „ungeklärten Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln“ sei „keine hinreichende Akzeptanz vorhanden“, zitiert die Zeitung aus einem Beschluss vom Donnerstagabend.

Mit diesem sehr ungewöhnlichen Schritt kündigen die Vertreter von Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden dem Erzbischof vorläufig die Gefolgschaft auf. Dem Bericht zufolge fiel die Entscheidung einstimmig bei einer Gegenstimme: Weihbischof Ansgar Puff, der dem Diözesanrat als Bischofsvikar zugeordnet ist, habe als einziger den Antrag abgelehnt. Der Diözesanrat ist ein gewähltes Gremium, das die Pfarreien und katholischen Verbände im Erzbistum Köln vertritt und die Bistumsleitung berät. Auch Vertreter der Priester gehören dem Rat an. Am Donnerstag waren zudem zwei Brandbriefe bekannt geworden, mit denen sich mehr als 50 Priester an die Bistumsleitung gewandt hatten. Darin kritisieren sie unter anderem die „misslingende Missbrauchsaufarbeitung“.

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