Freie Schule in Berlin-Mahlsdorf unter Rechtsextremismus-Verdacht


Es gibt an der Schule enge Verbindungen der Schulleitung zu einem knallharten Fanatiker. Ein Ex-Lehrer berichtet, das „Tagebuch der Anne Frank“ soll als Fälschung bezeichnet worden sein.

Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Ob die Schüler nichts über den Nationalsozialismus erfahren haben, konnte die Schulaufsicht bislang nicht abschließend klären.Foto: picture alliance/dpa

Die Schule liegt am östlichen Rand Berlins, im Ortsteil Mahlsdorf, rundherum ist viel Grün. Etwa 160 Kinder in den Klassen eins bis zwölf werden dort unterrichtet, 30 Mitarbeiter listet die Internetseite der Schule auf.

Dort steht auch: „Wir führen die Schule politisch und konfessionell neutral in freier Trägerschaft.“ Tatsächlich ist die Schule ein Fall für die Schulaufsicht und für den Verfassungsschutz – wegen des Vorwurfs rechtsextremistischer Umtriebe.

Der bekannte Holocaustleugner, Rechtsextremist und Antisemit Bernhard Schaub war an der Schule aktiv, sein Kind ging dort zur Schule. Und er hat sich offenbar, so berichtete es kürzlich der WDR in einer Reportage, besonders gut mit der Leitung der Einrichtung verstanden.

Nach Aussagen eines früheren Lehrers soll es an der Schule nicht gern gesehen sein, wenn im Unterricht die jüngere deutsche Geschichte behandelt wird oder das Parteiensystem der Bundesrepublik, das sei Beeinflussung der Schüler. Ebenso das „Tagebuch der Anne Frank“, es soll sogar als Fälschung bezeichnet worden sein.

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