Die Tendenz zu einer erhöhten Risikobereitschaft zeigt sich sowohl in den Genen als auch im Gehirn. Das haben Wissenschaftler mittels Hirnscans und Verhaltensdaten von über 25.000 Menschen herausgefunden. Risikofreudige Personen weisen demnach weniger graue Substanz in Hirnbereichen wie der Amygdala, dem ventralen Striatum und dem Hypothalamus auf. Zudem zeigen Genanalysen, dass bestimmte Genvarianten ebenfalls mit verringerter grauer Substanz und riskantem Verhalten assoziiert sind. Allerdings lässt sich nur ein kleiner Teil des Verhaltens anhand der Gene erklären.

Warum übertreten manche Menschen häufig das Tempolimit, haben Sex mit wechselnden Partnern oder geben sich exzessiven Alkohol- oder Tabakkonsum hin? Verhaltensweisen wie diese werden von vielen als reizvoll angesehen, sind aber riskant. Denn sie können schädliche gesundheitliche, soziale und finanzielle Folgen für den Einzelnen und die Menschen in seiner Umgebung haben. „Menschen haben eine unterschiedlich starke Neigung dazu, sich auf Verhaltensweisen einzulassen, die ihre Gesundheit gefährden oder die mit Unsicherheiten für die Zukunft verbunden sind“, sagt Gideon Nave von der University of Pennsylvania.