Die globale Erwärmung ist schneller als die Evolution

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Ein Experiment nährt die Befürchtung, dass viele Arten sich nicht rechtzeitig an die geänderten Temperaturbedingungen anpassen können

DERSTANDARD

In den vergangenen 12.000 Jahren ist die Biosphäre des Planeten halbiert worden.Illustr.: NAU Geology

Vor 56 Millionen Jahren brachte eine drastische Erwärmung die Biosphäre der Erde in heftige Turbulenzen. Bei dem als Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) bekannten Klimaereignis kletterten die globalen Durchschnittstemperaturen binnen weniger Jahrtausende um sechs Grad Celsius nach oben: von ohnehin schon tropischen 18 auf 24 Grad Celsius. In der Hochphase dieser kurzen supertropischen Ära war das Meer am Äquator im Schnitt nur sechs Grad Celsius wärmer als am Nordpol – heute sind es (noch) 22 Grad Celsius.

Wer sich nicht anpasste, starb aus

Eine Menge Tiergruppen und Populationen starben in der Folge aus, doch insgesamt gelang es auch zahlreichen Klassen, sich dauerhaft auf die neuen Umweltbedingungen einzustellen. Oder anders gesagt: Die verbleibende Fauna evolvierte schnell genug, um mit den Umweltveränderungen durch die steigenden Temperaturen Schritt halten zu können.

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