Was Schimpansen dazu bringt, gemeinsam in den Krieg zu ziehen


Forscher untersuchten die Auseinandersetzungen zwischen Schimpansengruppen im Taï-Nationalpark der Elfenbeinküste

DERSTANDARD

Schimpansen schließen sich riskanten Unternehmungen dann an, wenn ihre wichtigsten Bindungspartner mitmachen – ob Blutsverwandte oder Freunde. Foto: Liran Samuni, Taï Chimpanzee Project

Schimpansen sind für ihre blutigen Revierkämpfe bekannt. Und es bleibt nicht immer bei einer kurzfristigen Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Gruppen – es kann daraus auch ein lange anhaltender Konflikt entstehen, der immer wieder aufflammt. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist der sogenannte Schimpansenkrieg von Gombe, den Primatenforscherin Jane Goodall in Tansania dokumentierte. Dieser Krieg erstreckte sich von 1974 bis 1978, die wechselseitigen Überfälle forderten eine Reihe von Todesopfern.

Aber was bringt einzelne Schimpansen dazu, sich einem Kriegszug anzuschließen? Forscher des Max-PIanck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Harvard University berichten im Fachjournal „Nature Communications“, dass die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen eng mit den sozialen Beziehungen innerhalb der einzelnen Gruppen in Zusammenhang stehen.

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