Hubert Wolf: die Kirche verkommt zu einer „fundamentalistisch verbogenen Form von Religion“


Schieben die deutschen Bischöfe die Verantwortung von Reformen auf die weltkirchliche Ebene ab? Diese Ansicht vertritt Kirchenhistoriker Hubert Wolf. Seiner Meinung nach verkomme die Kirche zu einer „fundamentalistisch verbogenen Form von Religion“.

katholisch.de

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf hat den deutschen Bischöfen vorgeworfen, sich in kirchlichen Reformfragen zu wenig für nationale Veränderungen einzusetzen. Das Grundproblem des Synodalen Wegs bestehe darin, dass eine ganze Reihe von Bischöfen sich hinter der Behauptung verstecken würde, Entscheidungen könnten nicht auf nationaler, sondern nur auf Ebene der Weltkirche getroffen werden, sagte der Theologieprofessor in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Publik-Forum“. Dieser Ansicht habe Papst Franziskus mit der Amazonas-Synode aber selbst widersprochen: Auch wenn das dazugehörige Schlussdokument „etwas schwammig“ sei, scheint es nach „päpstlicher Lesart legitim zu sein, wenn Bischöfe Entscheidungen für ein bestimmtes Gebiet treffen“, so Wolf.

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