US-Bischöfe fechten längere Verjährungsfristen bei Missbrauch an


Mehrere katholische Bischöfe im US-Bundesstaat Kalifornien gehen gegen ein Gesetz vor, das die Verjährungsfrist in Fällen sexualisierter Gewalt um Jahrzehnte verlängert.

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In Klagen vor Staatsgerichten im Süden und Norden Kaliforniens verlangen die Bischöfe, das seit Januar 2020 geltende Gesetz zu verwerfen. Demnach können Missbrauchsopfer Zivilklagen bis zum Erreichen des 40. Lebensjahrs einreichen, oder bis fünf Jahre, nachdem ihnen die erlittene Tat bewusst wurde. Vor Inkrafttreten des sogenannten „Assembly Bill 218“ waren zivilrechtliche Ansprüche von Opfern nur bis zum Alter von 26 Jahren möglich.

Die Bischöfe halten das Gesetz für verfassungswidrig und argumentieren, während der langen Verjährungsfrist könnten „Zeugen verstorben, Erinnerungen verblasst und Dokumente verloren gegangen“ sein. Dies beeinträchtige die Fähigkeit von Angeklagten, sich zu verteidigen.

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