Vatikan: Schweigen der Kirche zu Priesterkindern war ein Fehler


Oft führen die Kinder katholischer Priester ein Leben, das aus Unklarheiten und Schweigen besteht. Nicht zuletzt die Kirche hat daran einen Anteil. Jetzt gibt der Vatikan Fehler zu und betont, dass sich die Zeiten geändert haben.

katholisch.de

Der Vatikan nennt das lange Schweigen zu Priesterkindern einen „Fehler“. „Früher hat es die Kirche wie alle anderen Institutionen unserer Gesellschaft sorgfältig vermieden, sich zum Verhalten ihrer Mitglieder öffentlich zu positionieren. Sie hat deren Verhalten geleugnet und verschwiegen, aus Scham und Angst, Vertrauen zu verlieren“, schreibt Bernard Ardura, der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft, in einem vergangene Woche veröffentlichten Dokument. „Dies war ein Fehler, der durch den Kontext erklärt werden kann, doch es bleibt ein Fehler.“

Das Schreiben beinhaltet Antworten auf Fragen von Vincent Doyle, des Vorsitzenden von „Coping International“, eines Netzwerks für Priesterkinder. Darin betont Ardura weiter, dass die Kirche ihr Verhalten mittlerweile geändert habe. Besonders durch den Ansatz der Päpste Benedikt XVI. und Franziskus habe sie das Schweigen gebrochen und prangere alle Formen des Missbrauchs an.

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