Schon seit Jahren rätseln Planetenforscher über saisonale Rinnsale oder Rutschungen an einigen Kraterhängen des Mars. Diese Aufnahme zeigt einige dieser mysteriösen, hier grau erkennbaren Phänomene am Hang des Newton-Krater. Jetzt legen Experimente nahe, dass eine Wechselwirkung halbgefrorener Salzlaugen für diese Rutschungen verantwortlich sein könnte. Das würde bestätigen, dass es schon knapp unter der Marsoberfläche flüssige Salzlösungen gibt.

Entdeckt wurde das Phänomen vor rund zehn Jahren in Aufnahmen der NASA-Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO): An den Südhängen einiger Marskrater waren dunkle, sich verändernde Linienstrukturen zu erkennen. Diese Rinnsale sind knapp einen Meter breit, aber hundert Meter lang und entstehen, wenn der Untergrund sich im marsianischen Frühling allmählich erwärmt.