Schutzbrief soll Mädchen vor Genitalverstümmelung bewahren


In der Corona-Pandemie sind Fortschritte im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Gefahr, weil Aufklärungsprogramme abbrachen. Familienministerin Giffey hofft, dass ein Dokument der Bundesregierung eine Schutzwirkung entfaltet.

evangelisch.de

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Entwicklungsorganisationen haben zur stärkeren Bekämpfung der Genitalverstümmelung bei Frauen aufgerufen. Giffey stellte am Freitag in Berlin einen Schutzbrief der Bundesregierung gegen diese Menschenrechtsverletzung vor. Der blaue Flyer im Passformat dokumentiere, dass Genitalverstümmelung in Deutschland ein eigener Straftatbestand ist, auch wenn sie im Ausland verübt wird, erklärte Giffey. Es drohten bis zu 15 Jahren Haft.

Der Schutzbrief, der in mehrere Sprachen übersetzt werden soll, sei ein Instrument zur Aufklärung und „ein Baustein im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung“. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation 200 Millionen Frauen von der Verstümmelung betroffen, vor allem in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern.

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