Die Bundesregierung hat 2020 für rund 178,5 Millionen Euro Softwarelizenzen, Cloud- und Serverdienste bei Microsoft eingekauft, ein neuer Großauftrag steht an.
Stefan Krempl | heise online

Die Bundesverwaltung versucht seit Jahren, sich im Interesse der digitalen Souveränität von Microsoft zu lösen. Bislang hat sie mit dieser Strategie aber keinen Erfolg. So blätterten die Bundesministerien im Haushaltsjahr 2020 rund 178,5 Millionen Euro für Softwarelizenzen, Cloud- und Serverdienste des Konzerns hin, wie aus einer heise online vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli von der Fraktion „Die Linke“ hervorgeht.
Ausgaben leicht gestiegen
Die Ausgaben etwa für Office, Windows, Windows Server und das Cloud-Angebot Azure sind demnach gegenüber 2019 noch einmal leicht gestiegen, wie auch der Spiegel berichtete. Damals lagen sie bei 177,2 Millionen Euro – obwohl für dieses Jahr ursprünglich nur 57,2 Millionen veranschlagt waren. 2015 hatte der Bund 43,5 Millionen Euro an Microsoft überwiesen. Seitdem haben sich die Kosten so fast vervierfacht.