Ist Ursula von der Leyens nächster großer Fehler einer zu viel?


Die Kommissionspräsidentin steht wegen des schleppenden Impfstarts aus Deutschland unter Feuer. Auch in Brüssel hat sie mit Problemen zu kämpfen.

Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

In der kommenden Woche wird Ursula von der Leyen sich in der Plenarsitzung des Europaparlaments erklären. Das Hinterherhinken der EU bei den Impfungen gegenüber den USA und Großbritannien, die Abläufe bei den Vakzin-Bestellungen im vergangenen Jahr, die Produktionsengpässe der Hersteller in der EU – all das werden voraussichtlich Fragen sein, denen sich die Präsidentin der EU-Kommission wird stellen müssen.   

Dass nicht alles rund gelaufen ist in der entscheidenden Phase der Bestellungen im vergangenen Jahr, ist ein häufig vorgebrachter Vorwurf. Vor allem seit der Hersteller Astrazeneca einen enormen Ausfall bei den Lieferungen bekanntgab, ist die Enttäuschung in der Öffentlichkeit groß.

Drastisch war die Wortwahl, zu der Vizekanzler Olaf Scholz im Corona-Kabinett griff. Dort hatte der SPD-Kanzlerkandidat gepoltert, die Impfstoffbestellung durch die EU-Kommission sei „scheiße gelaufen“.   

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