Klage gegen Mahnmal für Breivik-Opfer in Utöya abgelehnt


Ein norwegisches Gericht hat eine Klage gegen ein Mahnmal auf der Insel Utöya für die Opfer des rechtsextremistischen Attentäters Breivik zurückgewiesen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Geklagt hatten 16 Anwohner, die durch die Gedenkstätte nicht ständig an den Doppelanschlag vom 22. Juli 2011 mit 77 Toten erinnern werden wollen. Dazu erklärte das Gericht, dies sei zwar verständlich. Doch hätten die Argumente für die Errichtung des Mahnmals mehr Gewicht.

Der norwegische Staat und die Arbeiterjugend sind Initiatoren des Projekts. Die 77 Bronzesäulen am Quai von Utöya werden derzeit errichtet und sollen am 10. Jahrestag des Anschlags festigggestellt sein. Breivik hatte auf der Insel 69 Teilnehmer eines Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation erschossen. Zuvor hatte er mit einem Bombenanschlag vor dem Regierungssitz in Oslo acht Menschen getötet.