Alle Religionen sind gleich oder außerhalb der Kirche kein Heil?


Die Welt ist voller Religionen, die etwa in Deutschland oft dicht beieinander existieren. Wie verhalten sich Christen da am besten? Rudolf Hengesbach spielt ein Szenario in seiner Klasse durch – und verweist auf ein besonderes Projekt.

Rudolf Hengesbach | katholisch.de

In einer fiktiven katholischen Gemeinde mit einem Gemeindezentrum fragt eine Gruppe an, ob sie den Meditationsraum einmal in der Woche für ihre Zen-Meditation nutzen darf. Die Gruppe besteht aus Zen-Buddhisten und Christen. Der Leiter der Gruppe, ein aus der Kirche ausgetretener Christ, hat durch Zen ein tieferes Verständnis von Religion gewonnen und ist der Meinung, dass alle Religionen grundsätzlich an der gleichen mystischen Wirklichkeit teilhaben. Da ein Treffen in privaten Räumen nicht mehr möglich ist, würde sich die Gruppe gern, natürlich gegen eine Raummiete, im Gemeindezentrum treffen. Der Pastoralassistent, der während seines Studiums positive Erfahrungen mit Zen-Meditation gemacht hat, stimmt schließlich zu; der Pfarrer ist wegen ansonsten guter Zusammenarbeit ebenfalls einverstanden. Nach einiger Zeit fällt allerdings auf, dass bei den Zusammenkünften auch eine kleine Buddha-Statue aufgestellt wird, sowie Räucherstäbchen und liturgische Texte eine Rolle spielen. Diese Beobachtung sorgt für Unruhe in der Gemeinde bis hin zu einem Flugblatt mit dem Titel „Kein Götzendienst in unserer Gemeinde!!!!!“

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