Nato-Einsatz in Afghanistan wird vorerst nicht beendet


Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich Deutschland und die Alliierten darauf verständigt, beim Verteidigungsministertreffen am Mittwoch und Donnerstag keine Entscheidung über den Abzug der noch rund 10.000 Soldaten im Land zu treffen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Abzeichen der Nato-Mission „Resolute Support“ (dpa/Michael Kappeler)

Stattdessen sollen die Taliban noch einmal zu einer Reduzierung der Gewalt und weiteren Anstrengungen bei den Friedensverhandlungen mit der Regierung aufgefordert werden. Man wolle Afghanistan erst verlassen, wenn es die Bedingungen zuließen, hieß es aus Bündniskreisen. Die „Welt am Sonntag“ berichtet unter Berufung auf Diplomaten, es sei nahezu sicher, dass die Nato auch über den 30. April hinaus in Afghanistan bleiben werde.

Die USA hatten in einem Abkommen mit den Taliban eigentlich zugesagt, dass alle ausländischen Soldaten bis Ende April abgezogen würden. Die Bundeswehr war zuletzt noch mit etwa 1.100 Soldaten an dem Nato-Einsatz zur Ausbildung und Beratung der Sicherheitskräfte der afghanischen Regierung beteiligt.