Was der Sanofi-Rückschlag für Deutschland bedeutet


Der französische Pharmakonzern Sanofi wird 2021 keinen Impfstoff liefern können. Die Bundesregierung hatte mit mindestens 27,5 Millionen Impfdosen gerechnet.

Christopher Stolz | DER TAGESSPIEGEL

Sanofi wird 2021 nicht die mindestens angedachten 27,5 Millionen Corona-Impfdosen nach Deutschland schicken können.Foto: Imago/Hans Lucas

Als vor zwei Wochen eine Liste mit den geplanten Impfstoff-Lieferungen für dieses Jahr publik wurde, mahnte die Bundesregierung bereits, dass bei Prognosen Änderungen „nicht ungewöhnlich“ seien. Was sie wohl aber nicht ahnte: Bereits Mitte Februar ist klar, dass es nicht rund 324 Millionen Dosen der angedachten Hersteller geben wird.

Denn der französische Pharmakonzern Sanofi hat bei der Entwicklung eines Impfstoffs in der Corona-Pandemie einen erneuten Rückschlag hinnehmen müssen.

Das mit dem US-Partner Translate Bio entwickelte Vakzin werde in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen, sagte der Chef des Arzneimittel-Herstellers, Paul Hudson, der Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“. Bislang war Sanofi davon ausgegangen, dass eine Zulassung schon in der zweiten Jahreshälfte 2021 möglich sei. Frankreich und damit auch die EU hatten große Hoffnungen in Sanofi gesetzt.

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