Türkische Menschenrechtlerin verurteilt: Sechs Jahre Haft für Eren Keskin


Der Vorwurf: Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe. Neben der bekannten Menschenrechtlerin sind in der Türkei drei weitere Personen verurteilt worden.

Jürgen Gottschlich | taz

Die türkische Menschenrechtlerin Eren Keskin im Jahr 2005 in Esslingen Foto: Horst Rudel/imago

Die bekannte türkische Menschenrechtsaktivistin Eren Keskin ist am Montag von einem Istanbuler Gericht zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Sie wurde für schuldig befunden, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und Eren Keskin deshalb noch auf freiem Fuß.

Auf Twitter schrieb Keskin am Montag, sie sei oft angeklagt worden und habe wegen ihrer Ansichten im Gefängnis gesessen. Es sei jedoch das erste Mal, dass sie wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verurteilt werde.

Keskin war wie viele andere demokratisch engagierte Personen in der Türkei in einem Prozess gegen die frühere kurdische Tageszeitung Özgür Gündem angeklagt, weil sie sich aktiv für die bedrohte Zeitung engagiert hatte.

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