Mit welchen Tricks Sekten in der Corona-Zeit neue Mitglieder suchen


In der Corona-Pandemie fühlen sich manche Menschen verunsichert und einsam. Das versuchen religiöse Sekten für sich zu nutzen und ködern im Internet neue Mitglieder. Zwei Aussteigerinnen berichten.

Arne Bartram | hessenschau

Telegram-Gruppe einer Sekte Bild ©Arne Bartram

Emma und Lotte wollen in ihrer Stadt in Mittelhessen neue Leute kennen lernen. Zu ihrem Schutz haben wir ihre Namen geändert. Denn beide sind an eine Sekte geraten, die es vor allem auf junge Studierende abgesehen hat: Die Sekte Shinchonji aus Südkorea.

Deren Mitglieder müssen viel Geld an die Organisation zahlen. Dafür wird ihnen versprochen, nach dem Weltuntergang als einzige gerettet zu werden. Davon erfahren die Angeworbenen aber zunächst nichts.

Denn die Sektenmitglieder missionieren verdeckt. Sie legen sich Internet-Profile an – sei es beim sozialen Netzwerk Instagram, beim Messaging-Dienst Telegram oder bei Dating-Apps wie Bumble. Dort geben sie sich als junge Leute auf der Suche nach Gleichgesinnten aus.

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