Warum verschwand die Auster aus der Nordsee?

Auster

Seit den 1930er Jahren ist die einst häufige Europäische Auster aus der Nordsee verschwunden. Einen möglichen Grund enthüllen nun DNA-Vergleiche von Austernschalen: Die Austern im Wattenmeer gehörten zu einer genetisch isolierten Population, die möglicherweise besonders gut an die speziellen Bedingungen im Watt angepasst war. Als dann Klima, Überfischung und Krankheitserreger diesen Lebensraum ungünstiger machten, konnten diese Austern nicht mehr ausweichen.

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Europäische Austern in der Bretagne – sie gehören zu den letzten Restbeständen der einst auch bei uns häufigen Austernart. ©Stephane Pouvreau (2017)/ Ifremer. https://doi.org/10.24351/48842

Gerne gegessen und viel gefischt: Die Europäische Auster (Ostrea edulis) war noch vor 150 Jahren eine an den europäischen Küsten weit verbreitete Delikatesse. Auch im Wattenmeer gab es damals zahlreiche natürliche Austernbänke, von denen die begehrten Muscheln in Massen gesammelt wurden. Als dann die Bestände spärlicher wurden, versuchte man, Larven aus anderen Gebieten anzusiedeln. Aber vergeblich: Seit den 1930er Jahren kommt die Europäische Austern in der deutschen Nordsee nicht mehr vor, sie gilt als vom Aussterben bedroht.

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